VDSL steht für Very High Speed Digital Subscriber Line und ist die Weiterentwicklung der klassischen DSL-Technologie. Über bestehende Telefonkupferleitungen ermöglicht VDSL Internetgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Download – deutlich schneller als ADSL. Voraussetzung ist die geringe Entfernung zum nächsten Verteilerkasten (DSLAM).
VDSL-Klassen und Geschwindigkeiten
Die typischen Tarifstufen im Überblick:
| Tarif | Download | Upload |
|---|---|---|
| VDSL 25 | 25 Mbit/s | 5 Mbit/s |
| VDSL 50 | 50 Mbit/s | 10 Mbit/s |
| VDSL 100 | 100 Mbit/s | 40 Mbit/s |
| VDSL 250 (Super-Vectoring) | 250 Mbit/s | 40 Mbit/s |
Vectoring und Super-Vectoring
Technische Erweiterungen von VDSL:
- Vectoring: reduziert Übersprechen zwischen Leitungen, bis 100 Mbit/s
- Super-Vectoring: nutzt mehr Frequenzbereich, bis 250 Mbit/s
- Reichweite: typisch bis 500 m vom Verteilerkasten
- Glasfaserzubringer: bis zum Kabelverzweiger Glas, dann Kupfer
VDSL ist die wirtschaftliche Brückenlösung zwischen klassischem DSL und vollwertiger Glasfaser bis ins Haus – mit guter Geschwindigkeit ohne Tiefbauarbeiten.
Nutzen und Anwendungsbereiche
VDSL eignet sich für:
- Private Haushalte ohne FTTH-Verfügbarkeit
- Kleine und mittlere Unternehmen
- Home-Office mit Videocalls und Cloud-Diensten
- Streaming und Online-Gaming
In Verbindung mit gutem Router und Mesh-WLAN liefert VDSL stabile Internetverbindung. Wer höhere Geschwindigkeiten benötigt, sollte auf FTTH-Glasfaser umsteigen, sobald verfügbar.