Volleinspeisung vs. Überschusseinspeisung

Volleinspeisung vs. Überschusseinspeisung bei PV-Anlagen: Funktionsweise, Wirtschaftlichkeit und richtige Modellwahl einfach erklärt.

Bei der PV-Anlage unterscheidet man zwei Einspeisemodelle: Volleinspeisung (kompletter Strom wird verkauft) und Überschusseinspeisung (Teileinspeisung – Eigenverbrauch zuerst, Rest ins Netz). Die meisten privaten Anlagen arbeiten mit Überschusseinspeisung, da der Eigenverbrauch wirtschaftlich deutlich günstiger ist als die Einspeisevergütung.

Direkter Vergleich

Beide Modelle nebeneinander:

Eigenschaft Überschusseinspeisung Volleinspeisung
Eigenverbrauch Möglich Nicht möglich
Vergütung pro kWh Niedriger Höher
Wirtschaftlich Bei hohem Verbrauch Bei geringem Verbrauch
Speicher sinnvoll Ja Nein
Anwendung Eigenheime Investitionsanlagen

Welches Modell wann?

Praktische Auswahl:

  • Eigenheim mit hohem Verbrauch: Überschusseinspeisung
  • Vermietete Immobilie: Volleinspeisung
  • Ferienhaus: Volleinspeisung
  • Mit Wärmepumpe/E-Auto: Überschusseinspeisung
  • Wechsel: einmalig pro Jahr möglich

Die Höhe der Vergütung allein entscheidet nicht – wer 4.500 kWh pro Jahr selbst verbraucht, spart bei Überschusseinspeisung deutlich mehr als bei Volleinspeisung.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Modellwahl beeinflusst die Wirtschaftlichkeit:

  • Überschusseinspeisung: Standard bei Eigenheim
  • Volleinspeisung: bei reiner Investition
  • Spezialmodelle: für Mieterstrom oder Pacht

In Verbindung mit hoher Eigenverbrauchsquote und passender Anlagengröße ergibt sich der optimale Wirtschaftlichkeitsfall. Die richtige Modellwahl entscheidet über Hunderte Euro pro Jahr.