Die Steigfähigkeit beschreibt, welche Steigung ein Elektrorollstuhl problemlos und sicher bewältigen kann. Sie wird als Prozentwert angegeben. Typische Werte liegen zwischen 6 und 18 Prozent. Eine ausreichende Steigfähigkeit ist wichtig für Rampen, abschüssige Gehwege und Anstiege im Gelände – nicht alle Modelle eignen sich für hügelige Umgebungen.
Klassen der Steigfähigkeit
Übersicht typischer Werte:
| Klasse | Steigfähigkeit | Einsatz |
|---|---|---|
| Indoor | 6 % | Wohnungen, ebene Flächen |
| Standard | 10-12 % | Stadt, Bordsteinrampen |
| Outdoor stark | 14-18 % | Hügelige Lagen |
| Behindertenrampen DIN | maximal 6 % | Bauliche Vorgabe |
Was die Steigfähigkeit beeinflusst
Mehrere Faktoren wirken zusammen:
- Motorleistung: typisch 2 x 400 W
- Antriebsart: Heckantrieb meist besser
- Reifenprofil: Grip auf Untergrund
- Nutzergewicht: reduziert die effektive Steigfähigkeit
- Akku-Ladestand: wirkt sich auf Drehmoment aus
Wer in einer hügeligen Region wohnt oder Rampen ohne DIN-Norm nutzen muss, sollte ein Modell mit mindestens 14 % Steigfähigkeit wählen.
Nutzen und Anwendungsbereiche
Steigfähigkeit ist relevant bei:
- Wohnort in hügeliger Umgebung
- Außenanlagen mit Rampen
- Gewerbebetrieben mit Laderampen
- Mehrgeschossigen Wohnanlagen ohne Aufzug
In Verbindung mit ausreichender Reichweite und passender Antriebsart entsteht ein zuverlässiges Mobilitätsmittel. Steigfähigkeit ist eines der wichtigsten Kriterien beim Outdoor-Einsatz.