Der Reha-Antrag ist der formelle Weg zur Bewilligung eines Elektrorollstuhls oder anderer Reha-Hilfsmittel durch die Krankenkasse. Er wird vom behandelnden Arzt oder einer Rehaeinrichtung ausgestellt und enthält die medizinische Begründung. Die Kasse entscheidet anschließend über die Kostenübernahme. Ein gut begründeter Antrag erhöht die Bewilligungsquote deutlich.
Bestandteile eines Reha-Antrags
Das gehört in den Antrag:
| Dokument | Inhalt |
|---|---|
| Verordnung Arzt | Diagnose, ICD-Code, Hilfsmittelbedarf |
| Kostenvoranschlag | Vom Sanitätshaus mit Hilfsmittelnummer |
| Begründung | Warum dieses spezifische Modell |
| Befundberichte | Aktuelle medizinische Unterlagen |
Tipps für den Reha-Antrag
So gelingt die Bewilligung:
- Arzt einbinden: ausführliche medizinische Begründung
- Sanitätshaus wählen: mit Erfahrung und Kassenkontakten
- Probefahrt: dokumentierte Eignung des Modells
- Hilfsmittelnummer: aus GKV-Verzeichnis verwenden
- Widerspruch: bei Ablehnung schriftlich begründet
Eine medizinisch fundierte Begründung ist der wichtigste Erfolgsfaktor – pauschale Anträge ohne konkrete Diagnose werden häufig abgelehnt.
Nutzen und Anwendungsbereiche
Reha-Anträge sind nötig bei:
- Beantragung eines Elektrorollstuhls
- Verordnung von Therapiehilfsmitteln
- Wohnumfeldverbessernden Maßnahmen
- Pflegehilfsmitteln mit medizinischer Indikation
In Verbindung mit Hilfsmittelnummer und ggf. Zuzahlung wird das passende Hilfsmittel beantragt. Der Reha-Antrag ist der entscheidende Schritt zur Kostenübernahme.