Psi-Wert / Warme Kante

Der Psi-Wert misst die Wärmebrücke am Glasrand. Warme Kante vs. Aluminium-Abstandshalter, Auswirkungen und Bedeutung für Förderung erklärt.

Der Psi-Wert (Ψ-Wert) beschreibt den linearen Wärmedurchgangskoeffizienten an der Übergangsstelle zwischen Verglasung und Rahmen eines Fensters. Er erfasst die Wärmebrücke am Glasrand, die durch den Abstandshalter zwischen den Scheiben entsteht. Je niedriger der Psi-Wert, desto weniger Wärmeverlust am sensibelsten Punkt des Fensters. Gemessen wird in W/(m·K).

Warme Kante vs. Aluminium-Abstandshalter

Die Art des Abstandshalters entscheidet maßgeblich über den Psi-Wert:

Abstandshalter Psi-Wert Bewertung
Aluminium 0,10 – 0,11 Veraltet, hohe Wärmebrücke
Edelstahl 0,06 – 0,07 Verbessert
Kunststoff „Warme Kante“ 0,03 – 0,05 Aktueller Standard
TPS (Thermoplastic Spacer) 0,03 – 0,04 Premium-Variante

Auswirkungen auf das Fenster

Ein guter Psi-Wert bringt direkte Vorteile:

  • Geringerer Uw-Wert: bessere Gesamtdämmung
  • Kein Tauwasser: weniger Kondensation am Glasrand
  • Schimmelschutz: kein feuchter Glasrand mehr
  • Förderkonformität: Voraussetzung für BAFA/KfW

Der Psi-Wert ist der oft übersehene Schlüssel zur Qualität eines Fensters – ohne warme Kante hilft auch die beste Verglasung wenig.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Die warme Kante wird heute standardmäßig eingesetzt bei:

  • Allen modernen Fenstern im Neubau
  • Förderfähiger Fenstersanierung nach BAFA/KfW
  • Passivhäusern und KfW-Effizienzhäusern
  • Premium-Fenstern mit Dreifachverglasung

Beim Fensterkauf sollte immer der Psi-Wert beachtet werden. In Kombination mit niedrigem U-Wert und passendem g-Wert entsteht ein energetisch optimales Fenster.