Die Notstromfunktion einer PV-Anlage mit Stromspeicher versorgt das Haus auch bei einem Stromausfall weiter. Man unterscheidet zwischen Notstrom (manuell umschalten, einzelne Steckdose) und Ersatzstrom (automatisch, das ganze Haus). Beide Varianten erhöhen die Versorgungssicherheit erheblich – besonders wertvoll bei zunehmenden Stromausfällen oder Blackout-Szenarien.
Notstrom vs. Ersatzstrom
Direkter Vergleich:
| Eigenschaft | Notstrom | Ersatzstrom |
|---|---|---|
| Umschaltung | Manuell | Automatisch (USV) |
| Stromversorgung | Einzelne Steckdose | Komplettes Haus |
| Aufpreis | Gering 200-500 € | 1.000-3.000 € |
| Aufwand | Niedrig | Höher (Schaltschrank) |
| Empfindliche Geräte | Mit Unterbrechung | Unterbrechungsfrei |
Wichtige Hinweise
Was bei der Planung zu beachten ist:
- Inselbetrieb: System trennt vom Netz
- Stromspeicher-Reserve: mindestens 5 kWh empfohlen
- Geräteverträglichkeit: manche Geräte bei Notstrom problematisch
- Wechselrichter: notstromfähig sein muss
- Wartung: jährliche Funktionsprüfung
Wer schon einmal einen mehrstündigen Stromausfall erlebt hat, weiß die Notstromfunktion zu schätzen – sie hält Kühlschrank, Heizung und Beleuchtung am Leben.
Nutzen und Anwendungsbereiche
Notstrom ist sinnvoll bei:
- Häusern in Sturm- und Schneegebieten
- Praxen, Studios und Home-Office
- Wärmepumpen-Haushalten
- Personen mit medizinischen Geräten
In Verbindung mit ausreichend großem Stromspeicher und passendem Wechselrichter entsteht eine echte Energieautarkie. Notstromfunktion ist die Investition in Versorgungssicherheit.