Latenz / Ping

Latenz (Ping) misst die Reaktionszeit eines Internetanschlusses. Werte verschiedener Anschlüsse, Einflussfaktoren und Bedeutung für Gaming erklärt.

Die Latenz (auch Ping genannt) bezeichnet die Zeit, die ein Datenpaket vom eigenen Gerät zum Zielserver und zurück benötigt. Sie wird in Millisekunden (ms) gemessen. Eine niedrige Latenz ist entscheidend für reaktionsschnelle Anwendungen wie Online-Gaming, Videotelefonie und Cloud-Anwendungen. Hohe Bandbreite bedeutet nicht automatisch niedrige Latenz.

Typische Latenzen verschiedener Anschlüsse

Vergleich der gängigen Internetanschlüsse:

Anschluss Latenz Eignung
FTTH-Glasfaser 5-15 ms Beste Wahl für Echtzeit
VDSL/Kabel 15-30 ms Sehr gut
DSL klassisch 25-50 ms Ausreichend
LTE/4G 20-50 ms Gut für mobile Nutzung
5G 5-20 ms Vergleichbar mit Glasfaser
Satellit 500+ ms Hoher Ping, ungeeignet für Echtzeit

Wichtige Einflussfaktoren

Die Latenz hängt von mehreren Komponenten ab:

  • Anschlusstechnik: Glasfaser ist deutlich schneller
  • Distanz: physische Entfernung zum Server
  • WLAN vs. LAN: Kabel ist immer schneller
  • Auslastung: hohe Last erhöht Latenz
  • Router-Qualität: Verarbeitungszeit pro Paket

Beim Gaming gilt: Latenz unter 30 ms ist sehr gut, 30-60 ms akzeptabel, über 100 ms wird’s frustrierend. Für Profi-Gaming sind unter 20 ms Pflicht.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Niedrige Latenz ist besonders wichtig bei:

  • Online-Gaming und E-Sports
  • Videokonferenzen und Telefonie (VoIP)
  • Cloud-Anwendungen und Remote-Desktop
  • Live-Streaming und Cloud-Gaming

In Kombination mit hoher Bandbreite und stabilem Router entsteht eine ideale Internetverbindung. FTTH-Glasfaser bietet hier die besten Werte.