Innenraumüberwachung

Innenraumüberwachung schützt mit Bewegungsmeldern und Lichtschranken vor Einbruch. Sensoren, Konzepte und Einsatzbereiche im Überblick.

Die Innenraumüberwachung ist die klassische Form der Alarmanlage: Sensoren erfassen Bewegungen oder Geräusche innerhalb des Gebäudes und lösen Alarm aus, sobald eine unbefugte Person den geschützten Bereich betritt. Sie ist die kostengünstigere Alternative zur Außenhautüberwachung, reagiert aber erst, wenn ein Täter bereits eingedrungen ist. Wichtigste Komponenten sind Bewegungsmelder, Lichtschranken und akustische Sensoren.

Sensoren der Innenraumüberwachung

Welche Melder zum Einsatz kommen, hängt von Raum, Tieren und Nutzung ab:

Sensor Erfasst Besonderheit
PIR-Bewegungsmelder Wärmeunterschiede Klassiker im Innenraum
Dual-Melder PIR + Mikrowelle/Ultraschall Reduziert Fehlalarme
Lichtschranke Unterbrochener Strahl Flure, Eingänge
Vorhangmelder Schmaler Erfassungsbereich Fenster, Übergänge

Einsatzkonzepte

In der Praxis wird zwischen mehreren Schutzkonzepten unterschieden:

  • Vollschutz: Sicherung aller Räume bei Abwesenheit
  • Teilschutz: nur ausgewählte Bereiche (z.B. nicht bewohnte Räume)
  • Fallenschutz: Melder an strategischen Punkten wie Flur oder Treppe
  • Schwerpunktschutz: Sicherung von Wertobjekten oder Tresorräumen

Eine reine Innenraumüberwachung ist günstig, hat aber einen Nachteil: Der Alarm wird erst ausgelöst, wenn der Täter bereits im Gebäude ist. Die Kombination mit Außenhautmeldern ist daher Goldstandard.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Die Innenraumüberwachung ist besonders dann sinnvoll, wenn die Anwesenheit von Personen während der Nachtruhe nicht gewünscht ist:

  • Mehrfamilienhäuser und Mietwohnungen ohne Außenzugriff
  • Lagerhallen und Werkstätten in der Nacht
  • Büros und Geschäfte nach Geschäftsschluss
  • Ferienwohnungen mit Leerstandsphasen

Für Tierhalter eignen sich speziell tierimmune Bewegungsmelder, die Haustiere unter einem bestimmten Gewicht ignorieren. Moderne Anlagen lassen sich über eine App scharf- und unscharfschalten – häufig auch kombiniert mit einer Aufschaltung auf eine NSL. So entsteht ein wirksamer Einbruchschutz für viele Gebäudetypen.