Der Grundbuchauszug dokumentiert die rechtlichen Verhältnisse einer Immobilie. Er gibt Auskunft über Eigentümer, Belastungen, Wegerechte und Hypotheken. Beim Verkauf einer Immobilie wird er vom Notar zwingend benötigt. Auszüge erhalten Eigentümer kostenlos beim zuständigen Grundbuchamt, ein einfacher Auszug kostet etwa 10-20 €.
Aufbau eines Grundbuchauszugs
Drei Abteilungen mit jeweils eigenem Inhalt:
| Abteilung | Inhalt |
|---|---|
| Abteilung I | Eigentümer (aktuelle und frühere) |
| Abteilung II | Lasten und Beschränkungen (Wegerechte, Wohnrechte) |
| Abteilung III | Hypotheken und Grundschulden |
| Bestandsverzeichnis | Grundstücksdaten (Lage, Größe, Nutzung) |
Worauf zu achten ist
Wichtige Prüfpunkte:
- Belastungen: Wegerechte oder Wohnrechte erschweren Verkauf
- Hypotheken: müssen vor Übergabe gelöscht werden
- Eigentümer: mehrere Eigentümer müssen alle unterschreiben
- Aktualität: Auszug nicht älter als 3 Monate
- Beglaubigt: beglaubigte Kopien für Notar nötig
Bevor ein Verkaufsvertrag unterschrieben wird, sollten alle Eintragungen aus Abteilung II und III geprüft sein – nicht selten finden sich überraschende Belastungen.
Nutzen und Anwendungsbereiche
Grundbuchauszug ist nötig bei:
- Verkauf einer Immobilie
- Beleihung bei der Bank
- Erbschaft und Schenkung
- Streitfällen über Eigentumsverhältnisse
In Verbindung mit Beglaubigung durch Notar und Eintrag der Eigentumsübertragung entsteht ein rechtssicherer Verkauf. Der Grundbuchauszug ist das Fundament jeder Immobilientransaktion.