Beleihungswert

Der Beleihungswert ist der von Banken angesetzte sichere Wert einer Immobilie. Unterschied zum Verkehrswert, Einflussfaktoren und Nutzen erklärt.

Der Beleihungswert ist der von einer Bank dauerhaft als sicher angenommene Wert einer Immobilie. Er liegt typischerweise 10-30 % unter dem Verkehrswert und dient als Grundlage für Hypothekenkredite. Während der Verkehrswert den aktuellen Marktwert darstellt, berücksichtigt der Beleihungswert langfristige Wertstabilität und mögliche Wertverluste.

Unterschied zum Verkehrswert

Direkter Vergleich:

Wert Bedeutung
Verkehrswert Aktueller Marktwert (§ 194 BauGB)
Beleihungswert Dauerhaft sicherer Bankenwert
Beleihungsgrenze 60-80 % vom Beleihungswert
Sicherheitsabschlag 10-30 % unter Verkehrswert

Was den Beleihungswert beeinflusst

Wichtige Faktoren:

  • Lage: stabile Lagen werden höher bewertet
  • Bauzustand: Sanierungsbedarf reduziert
  • Marktlage: konservativ über Jahre gemittelt
  • Drittverwendungsfähigkeit: Standard-Wohnung höher als Spezialimmobilie
  • Bank-Bewertung: jede Bank rechnet individuell

Der Beleihungswert ist die Basis der Hypothekenkredit-Höhe – wer hier zu optimistisch plant, bekommt am Ende weniger Kredit als erhofft.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Der Beleihungswert ist wichtig bei:

  • Immobilienfinanzierung über Hypothek
  • Umschuldung bestehender Kredite
  • Anschlussfinanzierungen nach Zinsbindung
  • Pfandbriefen und Hypothekenanleihen

In Verbindung mit fundiertem Verkehrswert-Gutachten entsteht eine realistische Finanzierungsbasis. Der Beleihungswert ist die entscheidende Zahl für die Bank bei Hypothekenkrediten.