kWp (Kilowatt-Peak)

kWp (Kilowatt-Peak) misst die Spitzenleistung einer PV-Anlage. Unterschied zu kWh, Dimensionierung und Faustregeln einfach erklärt.

kWp steht für Kilowatt-Peak und ist die Maßeinheit für die Spitzenleistung einer Photovoltaik-Anlage unter Standard-Testbedingungen. 1 kWp entspricht 1.000 Watt unter idealen Bedingungen (1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C). Die kWp-Angabe ist die wichtigste Kennzahl beim PV-Anlagenkauf und bestimmt direkt den möglichen Jahresertrag.

kWp vs. kWh

Wichtige Unterscheidung:

Einheit Bedeutung
kWp (Kilowatt-Peak) Maximale Leistung der Anlage
kWh (Kilowattstunde) Tatsächlich produzierte Energiemenge
1 kWp Jahresertrag 800-1.100 kWh in Deutschland
Anlagengröße EFH 5-10 kWp typisch

Wie viel kWp braucht man?

Faustregeln für die Dimensionierung:

  • Stromverbrauch: pro 1.000 kWh/Jahr ca. 1 kWp
  • Haushalt 4 Personen: ca. 4.000-5.000 kWh/Jahr
  • Empfehlung: 6-10 kWp für Eigenverbrauch + Reserve
  • Mit E-Auto: zusätzlich 2-3 kWp
  • Mit Wärmepumpe: zusätzlich 2-4 kWp

Lieber etwas größer planen: Stromverbrauch wächst durch E-Auto, Wärmepumpe und steigende Effizienz – nachträgliche Erweiterung ist deutlich teurer.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Die kWp-Angabe ist relevant bei:

  • Angeboten von Solarfirmen
  • EEG-Anmeldung der Anlage
  • Einspeisevergütung-Berechnung
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

In Verbindung mit Eigenverbrauchsquote und passendem Stromspeicher entsteht eine wirtschaftliche Solaranlage. kWp ist die zentrale Kennzahl der PV-Planung.