Die Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben, die durch zwei Scheibenzwischenräume getrennt sind. Diese sind mit Edelgas (Argon oder Krypton) gefüllt und mit einer Low-E-Beschichtung versehen. Die Konstruktion erreicht Ug-Werte von 0,5 bis 0,7 W/(m²·K) und ist heute Standard im Neubau sowie bei energetischer Sanierung. Sie ist Voraussetzung für KfW- und BAFA-Förderung.
Aufbau einer Dreifachverglasung
Eine moderne Dreifachverglasung ist sorgfältig aufgebaut:
| Komponente | Funktion |
|---|---|
| 3 Float-Glasscheiben | Jeweils 4 mm dick |
| 2 Scheibenzwischenräume | Je 12-16 mm mit Edelgas |
| Low-E-Beschichtung | Reflektiert Wärmestrahlung |
| Warme Kante | Kunststoff-Abstandshalter |
Vor- und Nachteile
Gegenüber 2-fach Verglasung gibt es klare Unterschiede:
- Bessere Dämmung: bis zu 30 % weniger Wärmeverlust
- Niedrigerer g-Wert: weniger solare Gewinne im Winter
- Mehr Gewicht: bis 30 kg/m² statt 20 kg/m²
- Höherer Preis: ca. 20-30 % Aufpreis
- Schallschutz: deutlich verbessert
Im Neubau ist Dreifachverglasung Pflicht – bei Sanierungen lohnt sie sich vor allem bei gut gedämmten Außenwänden, damit das Fenster nicht plötzlich kälter ist als die Wand.
Nutzen und Anwendungsbereiche
Dreifachverglasung ist heute Standard für:
- Neubauten nach GEG (Gebäudeenergiegesetz)
- KfW-Effizienzhäuser und Passivhäuser
- Energetische Sanierungen mit BAFA-Förderung
- Wohnräume mit hohem Komfort-Anspruch
Mit niedrigem U-Wert und guter Schallschutzklasse sind dreifach verglaste Fenster eine langfristig sinnvolle Investition. Sie senken Heizkosten, steigern den Wohnkomfort und erhalten den Wert der Immobilie.