g-Wert

Der g-Wert zeigt, wie viel Sonnenenergie durch ein Fenster gelangt. Werte gängiger Verglasungen und Zusammenspiel mit dem U-Wert einfach erklärt.

Der g-Wert (auch Energiedurchlassgrad genannt) beschreibt, wie viel Sonnenenergie durch eine Verglasung in den Innenraum gelangt – angegeben als Prozentwert zwischen 0 und 1. Ein g-Wert von 0,5 bedeutet beispielsweise, dass 50 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung als Wärme durch das Glas dringen. Beim Fensterkauf bildet der g-Wert das Gegenstück zum U-Wert und entscheidet über solare Wärmegewinne.

Typische g-Werte verschiedener Verglasungen

Je nach Glasaufbau variiert der Energiedurchlassgrad deutlich:

Verglasung g-Wert Eigenschaft
Einfachglas 0,85 Hoher Wärmeeintrag, schlechte Dämmung
2-fach Wärmeschutzglas 0,60 – 0,65 Standard im Neubau
3-fach Wärmeschutzglas 0,50 – 0,55 Beste Energiebilanz
Sonnenschutzglas 0,25 – 0,40 Reduziert Sommerhitze

Zusammenspiel mit dem U-Wert

Beim Fenster ist die Balance zwischen U-Wert und g-Wert entscheidend:

  • Hoher g-Wert: mehr passive Sonnenenergie im Winter
  • Niedriger g-Wert: weniger Aufheizung im Sommer
  • Südfassade: profitiert von hohem g-Wert
  • Westseite: profitiert von Sonnenschutzglas
  • Passivhaus: g-Wert ≥ 0,50 für solare Gewinne

Der g-Wert entscheidet darüber, ob Ihr Fenster im Winter ein passiver Energielieferant oder im Sommer ein Hitzeproblem ist – Lage und Ausrichtung müssen mitbedacht werden.

Nutzen und Anwendungsbereiche

Der g-Wert ist besonders wichtig bei der Planung von:

  • Passivhäusern mit hohem solarem Energiegewinn
  • Wintergärten und großflächigen Verglasungen
  • Bürogebäuden mit Sommerhitzeproblematik
  • Gebäuden mit unterschiedlichen Fassadenorientierungen

Moderne Fenster bieten unterschiedliche Glasvarianten je Himmelsrichtung. So lassen sich solare Gewinne und Überhitzungsschutz optimal kombinieren – ein wichtiger Hebel für energieeffizientes Bauen und Sanieren.